Aktuelles

Vorstandswahlen bei der Mitgliederversammlung des Freundeskreises

Service- und Kompetenz-Center für das Raphaelshaus

 

„Unseren Weg, den Freundeskreis mit unserem Knowhow und unseren Netzwerken als Kompetenz- und Service-Center für die Leitung des Raphaelshauses weiter zu entwickeln und zu festigen, werden wir auch in Zukunft konsequent fortsetzen“, beschreibt Ekkehard Seegers, alter und neuer erster Vorsitzender des Freundeskreises Raphaelshaus anlässlich der Mitgliederversammlung  die Arbeit des gemeinnützigen Vereins.


Bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen hatte sich nur eine Änderung ergeben: Annelie Kauth aus Straberg wurde als neue Beisitzerin für den aus familiären Gründen ausscheidenden Harald Schlimgen gewählt, bestätigt wurden neben Seegers Chris Stoffels als zweiter Vorsitzender, Herbert Krosch als Geschäftsführer und Kassierer, Petra Seegers als Schriftführerin und Bürgermeister Erik Lierenfeld als Beisitzer. Seegers bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern für das Engagement in den zurückliegenden Jahren und freute sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Führungsmannschaft.


Zuvor war er auf Projekte eingegangen, die der Verein im vergangenen Jahr für das Raphaelshaus realisiert hatte. Die Spanne reichte von einem speziellen Kommunikationstraining für das Kollegium der Raphaelschule mit einem externen Coach über eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zur Krisenkommunikation bis hin zur Unterstützung eines Projektes zur Sicherung des Bedarfs an Fach- und Führungskräften in Zeiten des demographischen Wandels.
Insgesamt hat der Freundeskreis gegenwärtig 27 Mitglieder. Über prominenten „Zuwachs“ freute sich auch Geschäftsführer Herbert Krosch: „Im vergangenen Jahr konnten wir unseren Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe (CDU), die Landtagsabgeordnete Heike Troles (CDU) sowie den Dormagener FDP-Fraktionsvorsitzenden Karlheinz Meyer für den Freundeskreis gewinnen.“

 

„Insgesamt sind wir mit der Entwicklung des Freundeskreises sehr zufrieden und freuen uns, dass wir auch weiterhin die gesellschaftliche Zukunftsarbeit des Raphaelshauses unterstützen können“, schloss Seegers die Veranstaltung.


Know-How & Netzwerke

Jugendhilfezentren wie das Raphaelshaus leisten wichtige Arbeit für die Gesellschaft, haben aber zum Teil keine ausreichende Lobby. Hier setzt der 2014 gegründete „Freundeskreis Raphaelshaus e.V.“ an. 

 

Wir sind überzeugte „Fans“ des Raphaelshauses, Freunde eben. Mit unserem Knowhow und unseren Netzwerken wollen wir die Einrichtung ideell fördern und unterstützen. Eines unserer Ziele ist, die Kontakte zwischen dem Raphaelshaus und der Nachbarschaft im weitesten Sinne zu vertiefen. Daher führen wir Gespräche mit Bürgern sowie mit politischen und gesellschaftlichen Multiplikatoren über die Arbeit der Einrichtung. 

 

Unser Engagement umfasst zudem auch ganz konkrete Maßnahmen: So haben wir mit der Leitungscrew des Hauses ein professionelles Medientraining veranstaltet, haben gemeinsam mit der Sparkasse Neuss ein Taschengeldtraining für Jugendliche organisiert und beteiligen uns an Kulturveranstaltungen der Einrichtung, um nur einige Beispiele zu nennen. 

 

In diesem Sinne freuen wir uns darauf, die Arbeit des Raphaelshauses auch in Zukunft zu begleiten und im Rahmen unserer Möglichkeiten aktiv zu unterstützen, wie Freunde eben. 

Gründung des Freundeskreises Raphaelshaus

Im Jahr 2014 sah sich das Jugendhilfezentrum Raphaelshaus plötzlich mit negativen Schlagzeilen konfrontiert.

Ein einzelner Erzieher hatte klar die Grenzen seiner beruflichen Aufgabe überschritten und war mit einigen Jugendlichen im Düsseldorfer Rotlicht-Milieu unterwegs gewesen. Dabei handelte sich es um jugendliche Straftäter, die im Rahmen eines Modellprojekts in der offenen Erziehungshilfe anstatt im geschlossenen Strafvollzug untergebracht waren.

Es entbrannte eine politische Debatte, das Düsseldorfer Justizministerium brach den Modellversuch ab, die Einrichtung geriet in die Schusslinie von weiten Teilen der Presse und der Politik.

Das wollten einige Dormagener Bürger nicht akzeptieren. Ihr Initiator, Journalist und Schriftsteller Chris Stoffels: „Wir wollen deutlich machen, dass hier ein einzelner Mitarbeiter gegen seine Pflichten verstoßen hat, dass aber abgesehen davon für etwa 240 Kinder und Jugendliche wertvolle Hilfe geleistet wird, um sie auf ein verantwortungsvolles und erfüllendes Leben vorzubereiten.“

Auch die circa 240 Mitarbeiter fühlten sich in ihrer Arbeit abgewertet. So sollte und wollte der Freundeskreis der Leitung des Hauses und den Mitarbeitern den Rücken stärken, über die Ziele und Methoden der Erziehungsarbeit des Hauses informieren und gleichzeitig flankierend unterstützen, ohne in die direkte Erziehungsarbeit einzugreifen.

Beispiele: Politikerbesuche im Landtag, Workshop Krisenkommunikation, Sponsoring eines Konzertes. Die Idee fruchtete, insbesondere persönliche Freunde des Hauses wurden Mitglieder. Der Verein wurde im Amtsgericht Neuss eingetragen, die Gemeinnützigkeit bestätigt, Chris Stoffels erster Vorsitzender.