Aktuelles

Auch in Corona-Zeiten Aktiv

Verehrte Leser unserer Freundeskreis „News“,

liebe Mitglieder des Freundeskreises,

 

da der persönliche Kontakt z.Zt. auf null gefahren wurde, möchten wir euch und Ihnen eine kurze Information über unsere aktuellen Aktivitäten geben:

 

Wir haben uns im Vorstand am 08. Mai zu einer Telefonkonferenz getroffen und hier einige Überlegungen und Entscheidungen für den Rest des Jahres 2020 und schon für 2021 abgesprochen.

 

Ekki Seegers hat in den zurück liegenden Wochen verstärkt mit Schreiben an die Medien auf die Problematik der Jugendhilfeeinrichtungen speziell in der derzeitigen Corona-Krise hingewiesen und gemeinsam mit Marco Gillrath Briefe an lokale und regionale Politiker aufgesetzt, um sie für Corona-bedingte Probleme in der Jugendhilfe zu sensibilisieren.

 

Marco Gillrath gab dem Vorstand einen Überblick (wie schon im Osterbrief beschrieben), welche Kraftanstrengung es momentan bei allen Beteiligten des Raphaelshauses bedarf, mit den Jugendlichen den Tagesablauf zu bewältigen.

 

Wir möchten die ausgefallene Mitgliederversammlung eventuell im Herbst nachholen. Wann und wo dies der Fall sein wird, werden wir allen Beteiligten frühzeitig mitteilen.

 

Die am 08.05.2020 geplante Bunkereröffnung (wurde ebenfalls wegen der Corona-Krise abgesagt) wird möglicherweise erst in 2021 stattfinden können. Hier hat der Freundeskreis finanzielle und personelle Unterstützung zugesagt.

 

Da sich die Gegebenheiten wöchentlich ändern, wird sich der Vorstand im Juni erneut zu einer Telefonkonferenz treffen.

 

Wir hoffen, euch und Ihnen damit einen kleinen Überblick gegeben zu haben.

 

Schöne Grüße und bleiben Sie gesund.

 

Der Vorstand


Know-How & Netzwerke

Jugendhilfezentren wie das Raphaelshaus leisten wichtige Arbeit für die Gesellschaft, haben aber zum Teil keine ausreichende Lobby. Hier setzt der 2014 gegründete „Freundeskreis Raphaelshaus e.V.“ an. 

 

Wir sind überzeugte „Fans“ des Raphaelshauses, Freunde eben. Mit unserem Knowhow und unseren Netzwerken wollen wir die Einrichtung ideell fördern und unterstützen. Eines unserer Ziele ist, die Kontakte zwischen dem Raphaelshaus und der Nachbarschaft im weitesten Sinne zu vertiefen. Daher führen wir Gespräche mit Bürgern sowie mit politischen und gesellschaftlichen Multiplikatoren über die Arbeit der Einrichtung. 

 

Unser Engagement umfasst zudem auch ganz konkrete Maßnahmen: So haben wir mit der Leitungscrew des Hauses ein professionelles Medientraining veranstaltet, haben gemeinsam mit der Sparkasse Neuss ein Taschengeldtraining für Jugendliche organisiert und beteiligen uns an Kulturveranstaltungen der Einrichtung, um nur einige Beispiele zu nennen. 

 

In diesem Sinne freuen wir uns darauf, die Arbeit des Raphaelshauses auch in Zukunft zu begleiten und im Rahmen unserer Möglichkeiten aktiv zu unterstützen, wie Freunde eben. 

Gründung des Freundeskreises Raphaelshaus

Im Jahr 2014 sah sich das Jugendhilfezentrum Raphaelshaus plötzlich mit negativen Schlagzeilen konfrontiert.

Ein einzelner Erzieher hatte klar die Grenzen seiner beruflichen Aufgabe überschritten und war mit einigen Jugendlichen im Düsseldorfer Rotlicht-Milieu unterwegs gewesen. Dabei handelte sich es um jugendliche Straftäter, die im Rahmen eines Modellprojekts in der offenen Erziehungshilfe anstatt im geschlossenen Strafvollzug untergebracht waren.

Es entbrannte eine politische Debatte, das Düsseldorfer Justizministerium brach den Modellversuch ab, die Einrichtung geriet in die Schusslinie von weiten Teilen der Presse und der Politik.

Das wollten einige Dormagener Bürger nicht akzeptieren. Ihr Initiator, Journalist und Schriftsteller Chris Stoffels: „Wir wollen deutlich machen, dass hier ein einzelner Mitarbeiter gegen seine Pflichten verstoßen hat, dass aber abgesehen davon für etwa 240 Kinder und Jugendliche wertvolle Hilfe geleistet wird, um sie auf ein verantwortungsvolles und erfüllendes Leben vorzubereiten.“

Auch die circa 240 Mitarbeiter fühlten sich in ihrer Arbeit abgewertet. So sollte und wollte der Freundeskreis der Leitung des Hauses und den Mitarbeitern den Rücken stärken, über die Ziele und Methoden der Erziehungsarbeit des Hauses informieren und gleichzeitig flankierend unterstützen, ohne in die direkte Erziehungsarbeit einzugreifen.

Beispiele: Politikerbesuche im Landtag, Workshop Krisenkommunikation, Sponsoring eines Konzertes. Die Idee fruchtete, insbesondere persönliche Freunde des Hauses wurden Mitglieder. Der Verein wurde im Amtsgericht Neuss eingetragen, die Gemeinnützigkeit bestätigt, Chris Stoffels erster Vorsitzender.